Deckel gegen Polio

Seit dem Schuljahr 2017/18 beteiligt sich die Betty bei „Deckel gegen Polio“. Dabei handelt es sich um eine Sammelaktion des Vereins „Deckel drauf e.V.“ mit Sitz in Nürnberg, der das vom Rotary-Club betriebene internationale Projekt „PolioPlus“ unterstützt, welches sich die weltweite Ausrottung der heimtückischen Krankheit Kinderlähmung zur Aufgabe gemacht hat. Als besonders bedürftige Länder zählen in diesem Zusammenhang beispielsweise Afghanistan, Irak und Nigeria.

In dieser Aktion werden die Kunststoffschraubdeckel von Getränkeflaschen und -kartons gesammelt und an Recyclingfirmen verkauft. Da diese Verschlüsse im Normalfall aus Polypropylen (PP) und High-Density-Polyethylen (HDPE), einer Art des Polyethylens (PE) mit hoher Dichte bestehen, sind sie für die Kunststoffwiederverwertung gut nutzbar und damit wertvoll.

Für die Sammlung ist es wichtig, dass der Durchmesser dieser Deckel unter 4 cm liegt, damit die Mahlwerke der weiterverarbeitenden Betriebe die Deckel aufnehmen und shreddern können. Da Pfandflaschen problemlos ohne Deckel zurückgegeben werden können, steht einer Sammlung der Verschlüsse durch den Verbraucher in Schulen, Universitäten, Vereinen und am Arbeitsplatz als Abgabestellen nichts entgegen. Der Gewinn von ca. 500 Deckeln, was ungefähr einem Kilogramm entspricht, ermöglicht eine Polioimpfung, welche jeweils 50 US-Cent kostet. Der Erlös sowie Spenden gehen komplett an das Projekt PolioPlus. Der Verein „Deckel drauf e.V.“ an sich finanziert sich rein durch Mitgliedsbeiträge und erfüllt die Standards der Initiative Transparente Zivilgesellschaft. Seit der Gründung des Vereins im August 2014 konnten über bereits rund 172 Milliarden Deckel gesammelt werden, was die Impfung von über 342.000 Kindern ermöglichte. Da die Bill & Melinda Gates Foundation den gesammelten Betrag jeweils verdreifacht, konnten bis zu diesem Zeitpunkt bereits insgesamt rund 1.030.000 Schluckimpfungen durchgeführt werden.

Die Sammlung an der Betty ist seit einigen Monaten in vollem Gange und die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler unserer Schule ist enorm. Schon bald werden auch wir unsere erste „Lieferung“ an einer der regionalen Sammelstellen abgeben können und so unseren Beitrag zu dieser besonders wertvollen Aktion leisten.